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Peace Parks Foundation - Deutschland

Überblick

Der Gedanke der Peace Parks (sog. ‘Friedensparks’) ist weltumspannend: die Weltnaturschutzunion hat weltweit 227 grenzüberschreitende geschützte Gebietskomplexe festgesetzt, die in 3.043 einzelne geschützte Gebiete oder bewusst bestimmte Orte unterteilt sind. Die Idee ist und bleibt überzeugend: Sie bietet die Gelegenheit, jenseits politischer Grenzen über Genpools, Wasserfluss, Bewegungen in der Tierwelt und Ausbreitung pflanzlicher Spezies nachzudenken, regionale ökonomischen Entwicklungen frei zugänglich zu machen, den Erhalt der Artenvielfalt zu teilen und regionalen Frieden und Stabilität zu fördern, indem die Vorteile einer Zusammenarbeit aufgezeigt werden.
Der Traum benachbarter grenzüberschreitender Naturschutzgebiete (Transfrontier Conservation Areas; sog. TFCAs) im südlichen Afrika begann, sich Mitte der 1990er zu verwirklichen, als Visionäre eine neue Ära regionalen Friedens, der Demokratie und der Entwicklung ankündigten.
Der politische Wille der Staatsoberhäupter im südlichen Afrika und eine eigens dafür gegründete Organisation stellten das Peace Parks-Konzept auf, um die Vision der Peace Parks auf den Subkontinenten wahr werden zu lassen. Mit Dr. Anton Rupert an der Spitze, Präsident Nelson Mandela und SKH Prince Bernhard der Niederlande als Mitgründer wurde die Peace Parks Foundation am 01. Februar 1997 gegründet, um die Errichtungen einer Vielzahl an grenzüberschreitenden Naturschutzgebieten im südlichen Afrika zu unterstützen.
Das Konzept der regional angesiedelten Peace Parks ist großartig: im Fokus stehen gewaltige Naturschutzgebiete, die nationale Grenzen überwinden. Sie sind von so immensem Umfang, dass sie ganze Biome beherbergen. In einem derartig guten Zustand können historische Strukturen unterschiedlicher Gemeinschaften wiederhergestellt werden. Mit dieser Vision können Kulturen stammeszugehöriger Gemeinschaften, die aufgrund der Kolonialherrschaft und anschließend errichteter afrikanische Grenzen willkürlich auseinandergebracht worden sind, wieder vereinigt werden. Mehr als 190 kulturelle Gruppen wurden durch die Kolonisation voneinander abgeschnitten.

Die Peace Parks des südlichen Afrikas beherbergen mittlerweile über die Hälfte der vorhandenen Naturschutzgebiete in der Region. Auf über einer Million Quadratkilometer bzw. 387.000 Quadratmeilen, entsprechen sie größenmäßig den Ländern Frankreich und Spanien oder Texas und Arizona. Diese Parks sind in ihrem Umfang so gewaltig wie sie auch in ihrer natürlichen Schönheit, ihrem immensen Reichtum an Artenvielfalt sowie in der Bedeutung ihres kulturellen Erbes sind.

‘Ich kenne keine politische Bewegung, keine Philosophie, keine Ideologie, die dem Peace Parks-Konzept nicht zugewandt ist. Wir ernten heute die Früchte unserer Arbeit. Es ist ein Konzept, das von allen begeistert angenommen wird.’

~ NELSON MANDELA SCHUTZHERR DER PEACE PARKS FOUNDATION

Verwirklichung eines Traums

Eine neue Führungsgeneration hat die Peace Parks Foundation unter dem Vorsitz von Johann Rupert übernommen. Das Ziel ist es, vollumfänglich funktionierende Peace Parks zu ermöglichen, die in Harmonie mit ihren angrenzenden Gemeinden geführt werden, um nachhaltig lokale, regionale und nationale Vorteile zu schaffen. Ein 5-Jahresplan soll in messbaren Schritten aufzeigen, dass die bislang bestehenden zehn Peace Parks unter vollständiger Ausschöpfung ihres Potentials weiterentwickelt werden können.

‘Unsere Tätigkeit ist es, genau das weiterzuverfolgen, was wir bereits machen – den richtigen Menschen die Werkzeuge an die Hand geben, damit sie das tun können, was sie wirklich benötigen und was sie tun wollen, um ihre Leben in ihren Gemeinden auf nachhaltige Weise zu verbessern. Auf lokaler Ebene und selbstverständlich auch auf globaler Ebene sind praktische, nützliche Wege für Menschheit und Natur zu finden, um gemeinsam zu wachsen und sich zu entwickeln. Wenn wir zeigen können, dass dies tatsächlich möglich ist, bin ich sehr hoffnungsvoll für unsere Zukunft.’

~ JOHANN RUPERT VORSITZENDER DER PEACE PARKS FOUNDATION
Die Tätigkeit der Peace Parks Foundation basiert auf den nachstehenden vier Säulen: Sicherung von bereits geschütztem Land, Ausbildung von Beratern und Managern im Bereich der Tier- und Pflanzenwelt, Ausbildung von Tourismusmanagern und Zugang durch verbesserte Infrastruktur und politische Entwicklung. Arbeitsstrukturen werden geschaffen, um bereits bestehende Entwicklungspläne unter Einbeziehung der Mitglieder staatlicher sowie nichtstaatlicher Organisationen grenzüberschreitend voranzubringen.
Die Projektfelder sind weitläufig und unterschiedlich: Kommunalentwicklung, Auswertung von Geoinformationssystemen (‘GIS’), kartografische Erfassung, Wasser- und Feuer-Management, Veterinärdienste und Umsiedlung der Tier- und Pflanzenwelt; in diesen Projektfeldern wird auf modernste Technik nicht verzichtet. Dies sind die Hauptmerkmale des Ansatzes der Foundation. Die langjährige Unterstützung der Ausbildungspartner der Foundation, das Southern African Wildlife College und das SA College for Tourism, dient der Ausbildung und Entwicklung wertvoller Management- Skills, um den Ideen und jeweiligen Projekten der Peace Parks im Bereich der Tier- und Pflanzenwelt sowie des Tourismus gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.
Der Ansatz der Peace Parks Foundation basiert auf den Prinzipien von Vertrauen, Respekt und Partnerschaft. Die Foundation geht dabei nicht über die unterstützende Rolle als bevorzugter Partner der Regierungen des südlichen Afrikas hinaus. Ein Hauptziel der Arbeit der Peace Parks Foundation ist es, beschränkte Ressourcen effizient zu überwachen und zu gewährleisten, dass 100% der Spendeneinnahmen direkt in die jeweiligen Projekte fließen.
Das professionelle Finanzmanagement und die hochkarätige Führung der Foundation haben das Vertrauen und die langanhaltende Unterstützung öffentlicher und privater internationaler Finanzinstitutionen sowie der Regierungen gewonnen. Dadurch wird die Foundation gerne als Partner im Rahmen der Beratung, Prozessbegleitung, des Management und der Verwaltung eingesetzt.
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Die Foundation macht den Spendenfluss vom Spender bis zu dem jeweils unterstützten Projekt transparent. Von Beginn an liegen die Betriebsausgaben bei durchschnittlich 20% der Gesamteinnahmen. Die Zinsen eines Kapitalfonds decken den Hauptanteil der Betriebskapitalanforderungen der Organisation ab. Die Projekte, die dadurch angeschoben und unterstützt werden, sind so angelegt, dass sie sich selbst tragen können; dabei wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, Kapazitäten zu schaffen, die eine langfristige Abhängigkeit von den Spendern vermeiden. Die Arbeit der Foundation erfüllt drei der acht UN Millenium-Entwicklungsziele.

Die Peace Parks des südlichen Afrikas haben die Vision eines gemeinsam nutzbaren ökologischen Erbes und einer nachhaltigen Zukunft für alle. Dies ist tatsächlich ein afrikanischer Traum, eine übersättigte und teilweise abgestumpfte Welt zu inspirieren.